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Emmendinger
Tor vom 21. Februar 2007
WM-reife (Männer-)Stimmung beim 117. EFG-Bockfrühschoppen in der Fritz-Boehle-Halle „Aber einmal im Jahr schlagen wir zurück“, getreu dieser Devise feierten weit über 800 Männer ausgelassen beim 117. EFG-Bockfrühschoppen am Rosenmontag in der Boehle-Halle. Bei Bockbier, Bütten und Ballett war das starke Geschlecht wieder einmal ganz in seinem Element und ließ sich dabei auch von den wenigen, geduldetenDamennicht stören. Damit auch wirklich nichts von der Männersitzung nach außen dringt, wurden die „Bierbienen“ (Bewirtungsteam)von Jürgen Lender, der für 30-jährige Bewirtung des Bockschoppens geehrt wurde, feierlich vereidigt. „Die Weiber sind alle mit dem Teufel verwandt, wir Männer haben wirklich einen schwierigen Stand“, gab EFG-Präsident Gerhard Bürklin die Parole aus. Und so verwunderte es nicht, dass auch der Fasnachtskönigin „Katrin II.“ bei ihrer kurzen Ansprache ein scharfer Wind entgegen blies. Denn die Männerwelt wollte ungetrübt feiern und nicht unnötig vollgelabert werden. Deftige Nahrung in jeglicher Form erhielt das „lachende Männerherz und -auge“ zur Genüge: So in den zahlreichen Showtänzen (EFG-Prinzengarde, „Nachtschattenhexen“ Mundingen, „Schlossgeister“ Emmendingen, „Happy Dance Group“) oder in den Bütten, die mit fortgeschrittener Stunde immer mehr unter die berühmte Gürtellinie gingen. „Ehrengast“ Joachim Saar (Blau-Weiß-Präsident) machte den viel versprechenden Auftakt und karikierte die Vorzüge der „VIPs“, mit geistreichem Wortwitz. Klar, dass die Ehrengäste niemals eine Zeche zahlen, auf dem roten Teppich empfangenwerden, auf den besten Plätzen sitzen und die Frauen bei ihnen Schlange stehen. Also, ein Prosit auf die Ehrengäste. Hape Kerkeling lässt grüßen: Auch „EFG-Vize“ Horst G. Bürklin traf mit seiner gelungenen Hape-Kerkeling-Parodie als „Horst Schlämmer“ den Nerv des Publikums. „Kalorien sind die Tierchen, die nachts immer die Klamotten enger nähen“, klärte er auf. Auch den „sprechenden Hosenanzug aus Berlin“, „Münte“ („Das Intelligenteste an Münte ist sein Weisheitszahn!“) und Stoiber („Rhetorik Taifun“) verschonte er dabei nicht. Für 25-jährige Aktivität im EFG-Elferrat durfte er eine Ehrung vom Präsidenten entgegen nehmen. Natürlich stellte er auch sein gesangliches Talentwieder vielfachunter Beweis. Als „EFG-Caruso“ (1. und 2. Bockfrühschoppenlied) sang er sich einmal mehr in die Herzen der gut gelaunten Männerwelt. „Bekanntmachungen und Macho-Gehabe“: Zur „Sternstunde der besonderen Art“ holten „EFG-Fasnets-Bott“ Gerhard Bürklin und das Emmendinger Fasnachts-“Urgestein“ Peter van der Kleij (EFG-Ehrenelferrat) im zweiten Programmteil aus. Fasnetsbott Bürklin machte mit süffisanten Neuigkeiten aus verschiedensten Bereichen (Sargmacher-Vereinigung „Bei uns liegen sie richtig“, Malecker Bauernverband „Schwein gehabt“) bekannt. „Macho“ van der Kleij begeisterte in „Prolomanier“ und sparte bei einem Rundumschlag über das weibliche Geschlecht auch die blamable Vorstellung der Holländer bei der Fußball-WM 2006 nicht aus. Klar, dass Zugabe-Rufe nicht ausblieben. Auch sein originelles „Bockfrühschoppenrennen“ von der Unterstadt zur Boehle-Halle fand begeisterte Zustimmung im Saal. Die Sängerrunde „Rot-Weiß Underberg“ (EFG-Elferrat) unter Leitung von EFG-Vize Horst G. Bürklin setzte den krönenden Glanzpunkt unter eine rundum gelungene und fröhliche Männersitzung, die mit Hunderten von bunten Deutschland-Fähnchen einem riesigen Fußballfest glich. Der Fanfarenzug „Hachberger Herolde“ sorgte für den traditionellen Auftakt der Sitzung und die Teninger Schapfe-Clique“ einmal mehr für den klanggewaltigen Ausklang vor der Pause. Die Winzerkapelle Köndringen umrahmte musikalisch. Landesehrennadel für Gerhard Bürklin - Ehrungen: Eine besondere Ehrung wurde EFG-Präsident Gerhard Bürklin zuteil. Für sein außerordentliches Engagement um die Emmendinger, insbesondere die EFG-Fasnacht (seit 1984 EFG-Präsident, stellvetretender Oberzunftmeister der Narrengilde von 1994 bis 2000 sowie seit 2004, Mitbegründer der EFG-Seniorenfasnacht 1993, Sitzungspräsident Bockfrühschoppen seit 1985, 25 Jahre aktiver Elferrat), sowie sein kulturelles und soziales Engagement,wurde der 44-Jährige von OB Schlatterer mit der Landesehrennadel ausgezeichnet. Geehrt wurden auch „Vize“ Peer Roggendorf, stellvertretend für den Narrenrat „Blau-Weiß“ (25-jähriges Co-Präsidium bei EFG-Veranstaltungen), EFG-Elferrat Freddy Klein (3 Jahre aktiver Elferrat) sowie der treue, jahrzehntelange „Bockschoppen“-Gast Dieter Stronczek . (tg) |