117. Blau-Weiß-Kappenabend
am 10. Februar 2007,  20:11 Uhr in der Fritz-Boehle-Halle Emmendingen

 

Emmendinger Tor  vom 14. Februar 2007
„117. Blau-Weiss-Kappenabend“ 
wurde zum närrischen Ereignis 
auf höchstem Niveau
Einmal mehr wurde der 117. Kappenabend des Narrenrates Blau- Weiss am vergangenen Samstag in der närrisch geschmückten Fritz- Boehle-Halle zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Etwa 600 Besucher, darunter OB Stefan Schlatterer, der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß und der Landtagsabgeordnete Dieter Ehret, Landrat Hanno Hurth sowie zahlreiche Stadträte, Geschäftsleute und eine Abordnung aus der englischen Partnerstadt Newark, erlebten ein gut viereinhalbstündiges Narren-Feuerwerk aus Bütten, Sketchen, Musik, Tanz und guter Laune. 
Nach der Eröffnungsfanfare durch den Fanfarenzug „Hachberger Herolde“, der Begrüßung durch Blau- Weiss-Präsident Jo Saar, dem Einmarsch der Narrengilde-Mitglieder, dem Eröffnungslied „Himmel und Hölle, ja oder nein – müssen die Böller am Marktplatz sein“ durch Peter van der Kleij, Hartmut Mössner und Hartmut Ott und dem Narhalla durch die Winzerkapelle Köndringen setzte die Blau-Weiss-Kindergarde (Leitung: Stella Herrnsdorf) einen ersten optischen Höhepunkt. Danach gab Uli von der Horst als „Chef des Protokolls“ mit spitzer Zunge, brandaktuell, scharf geschliffen und mit dem närrischen „Florett“ gepickst einen närrischen Rückblick auf das vergangene Jahr.Von seinem politischen Rundumschlag blieb keine Partei und kein Würdenträger verschont. Der Protokollchef ließ aber auch regionale Themen nicht außerAcht, und so forderte er mit einem Augenzwinkern eine ganzjährig geöffnete Eisbahn unter Palmen auf dem Marktplatz und als Zugabe ein Denkmal für OB Stefan Schlatterer als Aufwertung des Platzes. Ajo! Zu einem der Höhepunkte dieses Abend entwickelte sich zweifellos der Regionalentscheid des „Grand Prix de la Chanson“ mit Liedbeiträgen aus allen Ortsteilen sowie der Stadt. Dabei erwies sich Autor und Musiker Michael Bach („Entenmann“ und Bandleader der Gruppe „Groovties“) als Multitalent. Anmoderiert von Martin Zahn und Hennes Wild imitierte er Liedermacher ReinhardMay, Schlagerbarde Heino, „Albino“ Robert Blanco, Rockidol Joe Cocker, Vollblutweib Tina Turner, Kiez-Legende Hans Albers und als Krönung „Vater Abraham“, unterstützt von einem blauen Schlumpf. Der ganze Saal sang das a 600 Besucher feierten in der Fritz-Boehle-Halle – Viereinhalbstündiges Progamm voller närrischer Blüten Schlümpfe-Lied! Zur Punktvergabe meldeten sich alle Ortsvorsteher und OB Schlatterer per  Banddurchsage zu Wort. Am Ende erhielten alle Beiträge die gleiche Punktzahl, aber nur wei lMundingens Ortsvortsteher Willi Monke gleich 30 Punkte für seinen Ortsteil gab. Witze und Anekdoten aus Maleck und anderswo riss Peter van der Kleij mit seiner lebendigen Bauchredner-Puppe „Ossi“ (herrlich kauzig gespielt von Gerhard „Ossi“ Oswald). Gunther Hauss (bekannt als Darsteller im „Theater im Steinbruch“)
brachte als „todernster“ Nachrichtensprecher Neuigkeiten aus dem Rathaus und dem Stadtgebiet ans Tageslicht. OB Schlatterer wollte ab sofort über jeden entflohenen ZPE-Patienten unterrichtet werden. Dies gelte laut Hauss auch für den „Verrückten“ auf dem Marktplatz, der mit bepflanzten „Eierbechern“ vor dem Stockbrunnen gesichtet worden sei. Zuvor hatte die A-capella- Gruppe „Ohrwürmer“ vom MGV Oberried die Stimmung im vollen Saal kräftig angeheizt. Einen zwerchfellerschütternden Blick in die Zukunft wagten die „Zwei Alten“ (Werner Fross aus Teningen und Hartmut Mössner aus Emmendingen). Beim ewig jungen Wettstreit zwischen „Däninge“ und „Ämmedinge“ blieb kein Auge trocken. Die Besucher erfuhren von den beiden auf einer Parkbank sitzenden „Alt-Narren“, wie es in 30 Jahren in unseren Gefilden aussieht. AufdemTeninger Kronenplatz stehe der alte Emmendinger „Schrottbrunnen“, dank des 3. und 4. Gleises habe Bottingen einen internationalen Hauptbahnhof bekommen, auf dem Marktplatz könne das ganze Jahr über Schlittschuh gefahrenwerden und der ganze Stadtteil Bürkle-Bleiche sei zu einer einzigen Altenwohnanlage geworden. Kein Wunder, dass so viele Menschen Angst vor der Zukunft haben!? Mohrau und Ajo! Einen großen Lacherfolg erntete zu Beginn des zweiten Teiles das „grazile“ Stockbrunnenballett mit denStadträtenWilhelmVolz, Martin Zahn, Dr. Johannes Fechner, Dr. Franz Ruetz, Oscar Guidone (mit „Eierbechern“ in der Hand), Hartmut Mössner, Jo Saar, Benjamin Künstle und Ortsvorsteher Friedrich Hegener (Windenreute) unter der Leitung von Präsidenten-Tochter Carolin Saar. Eine kabarettistische Glanzleistung lieferte danachdieHamburgerin Helga Siebert als „Fischkopp“ ab. Hintergründig, scharfsinnig,  bitterbös, bissig und doppeldeutig nahm sie die Fernsehlandschaft, die Politik und dasWirtschaftsleben gekonnt aufs Korn. Lediglich der laute Tusch der Winzerkapelle konnte sie kurzzeitig aus der norddeutschen Ruhe bringen. Weiter ging der bunte närrische Reigen mit dem „Kappenabend- Pferderennen“ („Ticket-Manager“ Peter van der Kleij) und Blau-Weiss- Präsident Jo Saar brach danach als „besonders wichtiger VIP“ eine Lanze für alle Ehrengäste. Scharf geschliffen und pointenreich plauderte er aus dem Leben der Regio-Promis. Mit der „EFG-Sängerrunde Underberg“ und Tenorsänger Horst G. Bürklin („Hände zum Himmel“) endete das abwechslungsreiche Programm. Damit war der Abend aber noch lange nicht gelaufen, im Saal spielte die Band „Montreal“ zum Tanz auf und in der Karaoke-Bar in den „Tiefen“ der Boehle-Halle ging es bis in die Morgenstunden feuchtfröhlich weiter. Ajo! Für die Bewirtung sorgte unterdessen der „Freiämter Hof“ aus Freiamt-Reichenbach. (db)

Musikverein Winzerkapelle Köndringen e.V.  -  IMPRESSUM