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Badische
Zeitung vom Donnerstag, 3. November 2005
Tanz, Theater, Musik und
Gesang
Von Siegfried Peter TENINGEN. Eine bunte Mischung von Theater, Musik, Sport, Show und Gesang boten die Köndringer Vereine beim Heimatabend der Gemeinde Teningen in der Ludwig-Jahn-Halle. Mit einer Ausstellung von früher benutzten landwirtschaftlichen Geräten, alten Bildern und Zeitungsberichten sowie mit aktuellen Bildern und Filmen auf zwei Bildschirmen informierten sie die Besucher über das Leben im Ortsteil. Äpfel und Nüsse als Teil der Dekoration auf den Tischen luden zum Verzehr ein. Der Begriff Heimat sei keine Gefühlsduselei, sagte Bürgermeister Hermann Jäger. Beifall gab es bei der Begrüßung für Pfarrerin Severine Plöse, die zum ersten Mal bei einem Heimatabend dabei war, ihren Kollegen Andreas Bordne aus Köndringen, den Ehrenbürger Siegfried Grafmüller, und den langjährigen Organisator dieser Veranstaltung Johann Sköries. „Heimat ist, wo man sich heimisch fühlt“, sagte der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Köndringen Manfred Voigt. Das habe sich schon bei der Vorbereitung gezeigt, als Frauen und Männer, die erst seit einigen Jahren im Ort leben, ihr Wissen und Können eingebracht hätten. Die Besucher honorierten die Leistungen der Akteure, indem sie bis zum Schluss des von Ina Leonhardt und Markus Ziegler angesagten, mehr als vier Stunden dauernden Programms ausharrten und unermüdlich Beifall spendeten. Bereits der Auftakt mit dem Spielmann- und Musikzug (Leitung Nico Zimmermann) animierte zu rhythmischem Klatschen. Den Mittelpunkt des Abends bildete das Theaterstück der Laienspielgruppe (Leitung Gertrud und Heinz Oberle) „Das Dorfgericht im Rebstock“. Schallendes Gelächter begleitete die einzelnen Szenen, die Dieter Schmidt auf der Grundlage von schriftlich überlieferten Fällen des Rüg- und Frevelgerichts aus der Zeit von 1750 bis 1780 geschrieben hat. Die Ähnlichkeit zu Ereignissen im 20. und 21. Jahrhundert war deutlich zu erkennen. Eine ausgezeichnete Idee war die Aufteilung der Bühne: links der Gerichtssaal, in dem über die vorgebrachten Klagen entschieden wurde, rechts die Gaststube mit einem Stammtisch, an dem Walter Gerspacher als Bänkelsänger die Urteile kommentierte. Temperament und körperliche Fitness, Harmonie und tänzerische Bewegungen und eine Vielfalt von Ideen demonstrierten drei Formationen des Turnvereins: die Frauengruppe (Leitung Erika Blum) mit dem Tanz „Die Möwe Jonathan“, die Rock an Roll Gruppe (Leitung Elke und Rüdiger Weiß) und eine Tanzgruppe (Leitung Jutta Lehmann-Kaiser und Ute Obaseki) mit „Lord auf the Dance“. Eine Überraschung hatte der Musikverein „Winzerkapelle“ (Leitung Alfredo Mendieta) parat. Bei einem Querschnitt durch sein Repertoire mit einigen Solostücken wurden auch zwei Gesangssolisten vorgestellt: Bernhard Rawer sang zur „Berliner Luft“ und Erika Correa-Mendieta das Lied aus dem Film „Flash dance“. Das Ganze sei ein Querschnitt
durch das kulturelle Leben der Gemeinde gewesen, sagte Jäger am Schluss.
Mit einer Spende in die Kasse der Vereinsgemeinschaft dankte er allen Akteuren
für ihre Leistung.
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